SSD Festplatten Raid

SSD Raid – Leistungssteigerung & Sicherheit

Raid mit SSD FestplattenZur Verminderung von Ausfällen und Beschleunigung der Zugriffszeit werden im Bereich PC Technik redundante Systeme eingesetzt. Sie verhindern durch ihren Einsatz nicht nur den Ausfall von Systemen sondern sind vor allem für den Ersatz ausgefallener Komponenten von großer Bedeutung. Fachspezifisch werden sie als Raid- Systeme bezeichnet und stehen somit für das aus dem Englischen stammende Redundant Array of Independent Disks.

Technologisch betrachtet handelt es sich dabei um eine redundante Anordnung mehrerer von einander unabhängiger Festplatten. Neben der Möglichkeit für die Raid-Technologie herkömmliche Festplatten zu verwenden, setzt sich zusehend auch die Nutzung von SSD Raid durch. Hierbei werden SSDs anstelle von HDDs logisch zu einem Laufwerk verbunden. Diese haben gegenüber der herkömmlichen Festplatte vor allem einen enormen Vorteil bei der Schreib/ Lese Geschwindigkeit.

Was bringt ein SSD Raid?

Die logische Verbindung mehrerer SSDs zu einem Laufwerk eignet sich immer dann, wenn das Ziel ein erhöhter Datendurchsatz ist. Durch die Verwendung von mindestens zwei SSDs lässt sich die Geschwindigkeit der einzelnen SSD so gut wie verdoppeln. Die SSD selbst ist ohnehin aufgrund ihrer Speichermethode, NAND-Flashspeicher, in den Bereichen:

  • Zugriffszeit
  • Übertragungsrate
  • Stoßempfindlichkeit
  • und Stromverbrauch

gegenüber SATA oder alter IDE Festplatten unschlagbar und verschafft jedem PC einen enormen Leistungsvorteil.

Voraussetzungen für Raid mit SSDs

Ein SSD Raid lässt sich für einen halbwegs geübten PC-Besitzer problemlos einrichten. Für die Verwendung eines solchen Raidsystems sind zunächst einmal bestimmte Voraussetzungen an der Hardware nötig. Handelsübliche SSDs verfügen über eine SATA III Schnittstelle, die auch in Computern der neuen Generationen auf dem Board bereits vorhanden sind.

Verfügt das Board lediglich über ein SATA II Interface ist die Einrichtung eines SSD Raid mit abwärtskompatiblen SSD trotzdem möglich. Letztere Variante wirkt sich allerdings etwas nachteilig auf den Datendurchlass aus und lässt eine optimale Ausnutzung der Geschwindigkeit nicht zu.

Mittlerweile bietet der Fachhandel Adapter für die Nachrüstung auf SATA III an, die als raidfähig gelten. Die Schwachstelle der Adapter ist allerdings ihr PCI-Express-Anschluss, der die Anwendbarkeit stark begrenzt.

Da man ohnehin mit einem RAID die Leistung des Computers verbessern will, empfiehlt es sich notfalls, im Vorfeld auf ein modernes Mainboard mit passender Schnittstelle umzurüsten.

Ebenso benötigen Sie mindestens 2 SSD gleicher Bauweise und Leistungsfähigkeit. Hier bietet der Handel Produkte unterschiedlicher Hersteller mit verschiedenen Leistungen an, wie zum Beispiel:

  • Samsung mit der SSD 840 und der SSD 840 Pro
  • OCZ
  • Corsair
  • Adata
  • Toshiba
  • Intel

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Die aktuellen Daten zu den jeweils günstigsten und leistungsstärksten SSD findet man in den News und Tests relevanter Fachzeitschriften

Für Liebhaber alter Software, die auf XP als Betriebssystem setzen, ist SSD Raid nicht geeignet. SSD lassen sich nur auf Windows 7 und Windows 8 verwenden. Ältere Betriebssysteme kennen SSD-Technologie nicht und können sie deshalb nicht korrekt unterstützen. Ein Umstellen auf moderne Software und Betriebssysteme wird unumgänglich sein. Für die Einbindung der notwendigen Raid-Treiber ist außerdem die Neuinstallation des Betriebssystems notwendig.

Welche bekannten Raid Level Systeme eignen sich für SSD Raid?

Ein Raid ist immer ein Verbundsystem von mindestens zwei Festplatten. Ihr Vorteil liegt in der gemeinsamen Nutzung. Der grundlegende Nutzen entspricht immer dem verwendeten Raid-Level, welches genutzt wird. Um SSD Raid vorteilhaft zu nutzen, verwendet man folgende Raid-Level: 0,1 oder 5.

Zur ausschließlichen Verbesserung der Datenübertragung nutzt man Raid 0. Hierbei werden mindestens 2 SSD miteinander zu einer großen Festplatte verbunden. Die abwechselnde Verteilung der Blöcke auf den Platten erlaubt einen parallelen Schreib- und Lesezugriff.

Raid 1 dient bei der Verwendung zweier SSD der Datensicherheit. Bei dieser Variante werden beide identisch beschrieben, man spricht hier von Spiegelung. Der Vorteil ist, dass bei Ausfall einer Platte das Betriebssystem Windows problemlos weiterläuft und die defekte Platte ohne Verluste an Daten ausgewechselt werden kann.

Will man allerdings weder auf eine schnellere Übertragung der Daten noch auf Datensicherheit verzichten, empfiehlt sich die Verwendung von Raid 5. Für die gleichzeitige Verbesserung der Datenübertragung und Datensicherheit sind mindestens 3 SSD notwendig.

SSD Raid im privaten Anwenderbereich

Für den privaten Anwender spricht schon aus Kostengründen die Verwendung von Raid 0. Damit kann der Anwender seinen PC potentiell leistungsstärker aufrüsten. Beleibt ist dies vor allem bei Nutzern von Computerspielern aber auch bei all denjenigen, bei denen dauerhaft große Datenmengen anfallen. Dies kann schon dann der Fall sein, wenn man spezielle Software nutzt, wie umfangreiche Grafikprogramme.

SSD Raid in Unternehmen

Interessant wird die Nutzung dieser neuen Technologie für Unternehmen. Hier gelangen die Computer trotz modernster Technik häufig an ihre Grenzen. Dies ist vor allem dann so, wenn Mengen an Datenfluten, auch aus Clouds, von internen Netzwerken oder aus sozialen Medien, wie Facebook über nahezu unbegrenzte Leitungen auf den PC treffen.

Hierbei entstehen bei der Verwendung herkömmlicher HDDs und HDD Raidsysteme Lücken in der Datenweitergabe und Verarbeitung. Zur Kompensierung wäre eine enorm hohe Anzahl an HDD erforderlich, die dann in Lage wären riesige Datenmengen gleichzeitig aufzunehmen. An dieser Stelle ist der Einsatz moderner Flashspeicher-Technologie nicht nur sinnvoll sondern zudem auch kostensenkend.