Pflege und Wartung von Festplatten

Pflege und Wartung von Festplatten

Grundsätzlich sind Festplatten so konzipiert, dass sie wartungsfrei ihren Dienst versehen. Und auch sonstige Pflege ist nicht unbedingt notwendig. Zusätzlich muss zwischen HDD-Festplatten und SSD-Festplatten unterschieden werden. Während SSD-Festplatten als Flash-Speicher über keinerlei Schreib- und Lese-Köpfe verfügen und daher anders funktionieren, kann die Leistung und Lebensdauer der HDD-Festplatten mit wenig Aufwand verbessert werden. Und natürlich gibt es auch ein paar mechanische oder physikalische Dinge, die der Festplatte trotz ihrer wartungsfreien Konzeption schaden können.

Pflege von Festplatten

Festplatten sind fix in einem stabilen Gehäuse verbaut und brauchen daher grundsätzlich keine besondere Aufmerksamkeit bei Wartung und Pflege. Zu beachten ist lediglich, dass die Anschlüsse in Ordnung und nicht zu verstaubt sind und ein paar Fehler bei der Lagerung (siehe unten) vermieden werden. Entstaubt sollten die Festplatten im Fall des Falles entweder mit Druckluftspray oder mit einem trockenen, weichen Pinsel, Feuchtigkeit ist wegen der elektromagnetischen Felder zu vermeiden. Mehr ist bei einer SSD-Festplatte nicht notwendig.

Wartung einer HDD-Festplatte

Bei HDD-Festplatten gibt es noch ein paar weiter Pflegemaßnahmen. Da die Scheiben der Harddisk mit einem Motor zum drehen gebracht werden, ist darauf zu achten, dass der Lüfter, der die Hitze entfernt, einwandfrei funktioniert. Sonst überhitzt die Festplatte und zerstört sich damit selbst. Eine HDD-Festplatte sollte auch nie in aktivem Zustand bewegt werden. Weil die Scheiben im inneren bemüht sind, ihre Lage beizubehalten, kann dies dazu führen, dass der Lese-Kopf die Scheibe berührt und somit unbrauchbar wird – und damit die gesamte Harddisk. Und noch eine Besonderheit hat die HDD-Festplatte: Daten werden in Sektoren geschrieben solange der Speicherplatz eines Blocks reicht, danach wird in einem anderen Sektor geschrieben. Das führt zu fragmentierten, also zerrissenen, Dateien. Dies Stücke zusammen zu suchen dauert länger und belastet auch die Lese-Köpfe mehr. Um dies zu vermeiden, sollte eine HDD-Festplatte regelmäßig (etwa alle halben Jahre) mit einem Programm auf Schäden geprüft und defragmentiert werden. Das fasst Dateien zusammen, wodurch die Harddisk schneller und effizienter läuft. Aber Achtung: SSD-Festplatten zu defragmentieren ist nicht nur unnötig, sondern sogar schädlich, weil es die Lebensdauer der Festplatte verkürzt.

Festplatte und Magnetfelder

Obwohl bereits an neuartigen Speichertechniken gearbeitet wird, sind Daten auf Festplatten bis dato als minimale magnetische Unterschiede gespeichert. Diese magnetischen Unterschiede können dementsprechend auch von anderen Magnetfeldern beeinflusst werden. Auch das Erdmagnetfeld beziehungsweise die Magnetfelder benachbarter Bits beeinflussen sich gegenseitig und schwächen sich ab. Dadurch können Daten mit der Zeit verloren gehen. Um das zu vermeiden, sollte die HDD-Festplatte regelmäßig defragmentiert werden. Bei SSD-Festplatten sieht dies anders aus, hier gibt es aber noch keine echten Langzeit-Erfahrungswerte.

Hitze und Stürze

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, die Festplatte nicht in der prallen Sonne liegen zu lassen oder großer Hitze auszusetzen. Allerdings geschieht letzteres manchmal unabsichtlich, wenn die Festplatte zum Beispiel im Sommer im heißen Auto bleibt oder die Laptop-Tasche mit der Festplatte darin im Winter nahe an einem Heizkörper steht. Ein Sturz der Festplatte, sei er auch noch so klein, kann sie völlig unbrauchbar machen. Bei HDD-Festplatten, indem Schreib- und Lese-Kopf zerstört werden, bei SSD-Festplatten kann die Elektronik im Inneren gestört werden, die Daten sind dann nicht mehr lesbar. Festplatten, die nicht in Gebrauch sind, sollten daher stets möglichst kühl in einer gefütterten Schutzhülle oder gut gesichert aufbewahrt werden.