Interne SSD-Festplatten im Vergleich

Während die Daten auf einer herkömmlichen HDD-Festplatte gut aufgehoben sind, ist eine SSD-Festplatte für Betriebssystem und Programme mit einer hohen Datenverarbeitungsrate wie etwa Photoshop oder die Windows Office-Programme die bessere Wahl. Die deutlich höhere Geschwindigkeit der SSD-Festplatte lässt den PC oder Laptop schneller hochfahren, die Programme schneller starten und reibungsloser laufen. Auch für Gamer ist eine SSD-Festplatte ein begehrtes Extra um das Spielerlebnis noch besser zu machen. Mittlerweile sind SSD-Festplatten auch für kleinere Budgets erschwinglich, solange die Speicherkapazität unter einem Terabyte bleibt. Da es aber hier wirklich nur um Programme und nicht um Daten geht, sind auch SSD-Festplatten mit 250 oder 500 GB durchaus alltagstauglich.

 

Geschwindigkeit ist Trumpf

 

Wichtigste Vergleichskriterium bei SSD-Festplatten ist die Geschwindigkeit, mit der Daten gelesen und geschrieben werden. Hier teilen sich die Modelle in die Einsteigerklasse für den Privatgebrauch, die Oberklasse für Profis, die Programme wie Photoshop nutzen, und Computer-Liebhaber sowie die High-End Produkte für den Firmen oder spezielle Bedarfe, wo schneller Zugriff auf Daten unbedingt notwendig ist. Für Privatanwender ist der Geschwindigkeitsunterschied zwischen Einsteigerklasse und Oberklasse nicht von Bedeutung – schon die Einstiegsmodelle weisen mit über 500 MByte/s eine etwa drei Mal so hohe Lesegeschwindigkeit auf wie herkömmliche HDD-Festplatten.

Der interne SSD-Festplatten Vergleich

In diesem Segment überzeugt die ScanDisk Ultra II in der 960GB und 480GB Version mit durchschnittlich 538 MByte/s. In der Oberklasse sind die Geschwindigkeiten mit etwa 550 MByte/s nur geringfügig höher, allerdings gibt es hier noch ein paar andere Kriterien, die den höheren Preis für Profis rechtfertigen. Die Samsung 850 Pro mit einem Terabyte und die OCZ Vektor 180 überzeugen hier mit gleichmäßiger Leistung. Im High-End Bereich sind die Flash Drives über andere Schnittstellen zu erreichen.

Während in den unteren beiden Segmenten der SATA-Anschluss die Übertragungsraten limitiert, sorgen bei High-End Produkten PCI Express 3.0 Schnittstellen für Lesegeschwindigkeiten von über 2000 MByte/s. Das ist zehn Mal so schnell wie bei HDD-Festplatten. Die Schreibgeschwindigkeiten bewegen sich oberhalb der 1000 MByte/s, immerhin noch die fünffache Geschwindigkeit einer HDD-Festplatte. Bei den High-End Produkten ist die Intel SSD 750 vor allem bei hoher Befehlslast unangefochtener Sieger. Im Normalbereich erreicht die Samsung Pro 950 ähnliche Geschwindigkeiten. Damit die Leistung der Top-Modelle aber erhalten bleibt, ist eine gute Kühlung notwendig.

 

Der Preis zählt (Stand September 2016)

 

Gerade bei internen SSD-Festplatten gibt es zwischen den drei Kategorien große Preisunterschiede. Neben der Geschwindigkeit zählen hier auch noch Garantiedauer des Herstellers (zwischen zwei und fünf Jahren, im High-End Bereich auch zehn Jahre) sowie die Total Bytes Written (das garantierte Schreibvolumen) zu den Preistreibern. In der Einsteigerklasse beginnen die Preise bei rund 23 Cent/GB, die Oberklasse zahlt etwa 35 bis 50 Cent pro GB. Im Top-Segment dagegen muss die Leistung und die andere Schnittstelle inklusive Protokoll auch entsprechend bezahlt werden. Ein Euro pro GB ist hier einzuplanen, etwa bei der Intel SSD 750 oder der Samsung Pro 950. Nach oben ist das Preisgrenze offen. Bei den Oberklasse-Modellen empfiehlt sich besonders die Samsung 850 Pro in der 500GB oder 1TB Version mit rund 41 Cent/GB. In der Einsteigerklasse wird die ScanDisk Ultra II in der 480 oder 960 Gigabyte-Version mit etwa 24 Cent/GB zum Kauftipp.