Interne SSD Festplatte einbauen

Interne SSD Festplatte einbauen

Der Einbau einer SSD Festplatte unterscheidet sich nicht gänzlich von dem Einbau einer HDD-Festplatte, allerdings gibt es doch einiges zu beachten, bevor man die SSD Festplatte einbauen kann.

Die Vorbereitung

Zunächst gilt zu unterscheiden, ob die SSD Festplatte im 2,5″ oder 3,5″ Format daherkommt. Viele Hersteller liefern im 2,5″ Format. Um diese, etwas kleinere SSD Festplatten einbauen, benötigt man eine Art Schiene, auf der die SSD Festplatte festgeschraubt wird.

Anleitung: SSD Festplatte einbauen

Interne SSD Festplatte einbauenWer schon einmal eine HDD in seinen Computer eingebaut hat, kann hier getrost weghören. Wer noch keine Erfahrungen damit hat, eine SSD Festplatte einzubauen, kann Schritt für Schritt nach dieser Anleitung arbeiten. Dabei sollten die einzelnen Schritte in unserer kleinen Anleitung detailliert befolgt werden, um Beschädigungen oder Fehlfunktionen ausschließen zu können.

Eine SSD Festplatte einzubauen ist nicht schwer, bedarf jedoch einiger Zeit. Wer sich mit dem Aufbauen von selbst konfigurierten Computern auskennt, benötigt etwa 20 Minuten, sofern alles korrekt funktioniert. Unter Umständen muss jedoch damit gerechnet werden, dass Hardware oder Software zunächst Fehler verursachen. Diese gilt es dann zu beheben, sodass die Festplatte anschließend genutzt werden kann.

Legen wir also los. Im Folgenden findest du die 7 Schritte zum interne SSD Festplatte einbauen in deinen konfigurierten oder bereits bestehenden Computer.

1. Auspacken und Computer vorbereiten

Zunächst die frisch gelieferte SSD Festplatte auspacken. Nun den Rechner, in dem die SSD Festplatte eingebaut werden soll herunterfahren und das Netzteil auf „aus“ stellen. Nun den Start-Knopf des Computers betätigen, damit dieser sich entlädt.

Vor dem SSD Festplatte einbauen den eigenen Körper erden, also elektrisch entladen. Tipp: An eine nicht isolierte Stelle der Heizung fassen!

2. SSD Festplatte im kleinen Format mit dem mitgelieferten Adapter verbinden

Es gibt Computergehäuse, die Festplatten-Plätze in Größe 3,5″ und in Ausnahmefällen auch 2,5″ haben. HDD-Festplatten werden in der Regel immer in der Größe 3,5″ geliefert. Bei SSD Festplatten gibt es allerdings Ausnahmen: Wenn eine 2,5″ SSD Festplatte bestellt wird, wird diese immer mit einem Adapter verkauft, auf die sich die SSD Festplatte dann montieren lässt.

Somit ist gewährleistet, dass die SSD Festplatte in den 3,5″ Einbauschacht des Gehäuses passt. Wenn das zu verbauende PC-Gehäuse allerdings auch 2,5″ Einschubplätze hat, ist dies zu vernachlässigen. Die SSD Festplatte kann mit ein paar kurzen Handgriffen und vier kleinen Schrauben an den Adapter montiert werden:

3. Einbau in das Computergehäuse

Viel brint die SSD Festplatte natürlich nicht, wenn sie nicht in das PC-Gehäuse eingebaut wird. Dazu einfach den Festplattenschacht (siehe Bild) suchen und dann mit den gelieferten Schrauben dort festschrauben.

Wer nicht weiß, wo sich der Festplattenschacht befindet: Hier ein Bild eines geöffneten Computers, mit 3,5″ Festplattenschacht und einer eingebauten HDD-Festplatte. Dort dann die SSD Festplatte einbauen.

4. SSD mit dem Mainboard verbinden

Das Mainboard (auch Motherboard genannt) ist quasi die Hauptzentrale des Computers. Oben im Bild sieht man das Mainboard des Computers sehr gut, es hat eine bräunliche Färbung und ist ein großes Quadrat, auf dem sich ein roter Lüfter befindet.

Mit dieser Hauptzentrale, also dem Mainboard, muss die SSD Festplatte verbunden werden, nach das SSD Festplatte einbauen geschehen ist. Dies ist wichtig, damit der Computer – und im Nachhinein der Anwender – damit arbeiten kann. Die Verbindung wird mit einem sogenannten SATA-Kabel hergestellt.

Den SATA Stecker also einerseits an die SSD Festplatte klemmen und andererseits auch mit dem Mainboard verbinden. Ist dies geschehen, ist der Einbauprozess schon fast geschafft – war doch gar nicht so schwer. Jetzt noch ein Stromkabel vom Netzteil mit der SSD Festplatte verbinden, damit diese mit Strom versorgt wird, fertig!

5. Computer vorbereiten und starten

PC Gehäuse wieder schließen, Netzteil anschalten und den Computer starten. Sollte das SSD Festplatte einbauen an einem bestehenden System angewendet werden und bereits ein Betriebssystem auf einem anderen Laufwerk installiert sein, so kann es unter Umständen vorkommen, dass das falsche System startet.

Dieser Fehler kann jedoch einfach behoben werden: Beim Starten des Rechners wechselt man einfach in das BIOS und wählt per Tastatur die zu startende Festplatte aus, auf der sich das bereits installierte Betriebssystem befindet. Die Festplatten werden in der Regel nach dem Hersteller und der Modellbezeichnung benannt.

6. Betriebssystem installieren

Es wird empfohlen, eine frische Installation von Windows 7 vorzunehmen, da Windows 7 automatisch erkennt, dass eine SSD Festplatte verbaut wurde und das Betriebssystem dementsprechend konfiguriert.

Außerdem ist Windows 7 das aktuellste Windows-Betriebssystem. Auch wenn es nach wie vor viele Verfechter von Windows XP gibt, sollte bei diesem Betriebssystem beachtet werden, das der Support seitens Microsoft abgestellt wurde.

7. SSD Festplatte optimieren

Die Optimierung einer SSD Festplatte ist in der Regel für Laien sehr schwierig und eine zeitlich umfangreiche Aufgabe. Um Nutzern diese Arbeit abzunehmen, gibt es verschiedene Tools für die Optimierung einer SSD Festplatte unter Windows XP, Vista und 7.

Allen voran zu nennen sei das kostenlose Tool SSD Fresh von Abelsoft.

Folgende Aufgaben werden übernommen:

Abschalten überflüssiger Dienste (für SSD Festplatten)

Unnötige Zugriffe werden verhindert, welche die Lebensdauer der SSD schmälern

Informationen über die SSD sowie Überwachung und Analysen

Schon fertig mit SSD Festplatte einbauen? Vorsicht!

Es gibt einige Tools und Programme, welche tödlich für SSDs sein können. Dazu gehören Defragmentierprogramme, Programme, welche „sicheres Löschen“ ermöglichen und Backup-Tools. Eine SSD muss nie defragmentiert werden und es können keine Dateien einzeln gelöscht werden, sondern nur der komplette Inhalt einer SSD. Backup-Tools sind aufgrund der geringen Kapazität von SSDs auch nicht gerade sinnvoll.

Backups sollten lieber auf externe oder in den Computer eingebaute „Zweit-Festplatten“ ausgelagert werden.